Was ist ein Weihnachtsoratorium Sing Along?

Heiliggeistkirche Heidelberg
Samstag, 21. Dezember 2019, 19 Uhr
„Wie soll ich dich empfangen“
Sing Along
Weihnachtsoratorium (Teile 1-3)


Was ist ein Singalong?

Der Begriff Singalong gehört in unseren Nachbarländern längst zum Repertoire musikalisch interessierter Menschen. In England füllen Singalongs die Londoner Royal Albert Hall und in den Niederlanden die großen Kirchen von Amsterdam und Den Haag. In Deutschland fanden Singalongs bisher u.a. in der Hauptkirche St. Trinitatis in Hamburg-Altona, Frankfurt am Main, Darmstadt, Karlsruhe und Stuttgart statt.

Doch was genau ist ein Singalong? Bei einem Singalong werden große Chorwerke mit professionellen Musikern und Solisten besetzt, den Chor jedoch stellen ausschließlich die Besucher der Veranstaltung. Und das mit Begeisterung! Denn wer kennt es nicht, das Gefühl in einem Konzert mitsingen zu wollen, wenn die Chöre und Arien ertönen: Nicht nur Zuhören, sondern mitten drin sein im musikalischen Geschehen, das ist der Sinn und Zweck eines Singalong! Jeder einzelne Besucher, als Teil des Singalong-Chores, gestaltet mit den Musikern und den Solisten unter der Leitung eines erfahrenen Dirigenten das Konzert und hat somit aktiven Anteil am Gelingen der Aufführung.

Es ist ein unvergessliches Erlebnis, die Chöre und die Arien inmitten eines ungewöhnlich großen und enthusiastischen Chores mitzusingen. Einzige Bedingung zur Teilnahme an einem solchen Konzert-Ereignis ist die Eintrittskarte und ein Klavierauszug des Stückes, das zur Aufführung kommt. Der Kirchenraum ist der Stimmenaufteilung des Chores entsprechend eingeteilt; das Orchester, die Solisten und der Dirigent befinden sich vor dem Singalong-Chor. Was bei unseren europäischen Nachbarn so großen Zuspruch erfährt, findet nun auch zum wiederholten Male in der Heiliggeistkirche Heidelberg statt.

 

Zehn Regeln für das Sing-Along

  1. Alle MitsängerInnen sitzen in der Kirche in ihren Stimmgruppen (Sopran, Tenor, Alt, Bass). Die Einteilung ist in der Kirche ausgeschildert! In den ersten Reihen findet sich ein Bereich für MitsängerInnen, die „gemischt“ sitzen wollen.
  2. Während des Singens der Arien bleiben alle sitzen. Die Chöre und Choräle singen wir im Stehen.
  3. Jede Sängerin und jeder Sänger soll und darf alle Chöre in ihrer/seiner Stimmlage mitsingen, mit Ausnahme des Chorals Nr. 7 „Er ist auf Erden kommen arm“, hier kann der Alt auch die Sopranstimme gemeinsam mit den Kindern singen. Man darf ab und zu auch einmal nur zuhören, aber prinzipiell treffen wir uns zum gemeinsamen Singen!
  4. Die Fermaten in den Chorälen werden auf Zeichen des Dirigenten ausgehalten.
  5. Alle Arien können in der eigenen Stimmlage mitgesungen werden. Soprane können auch Alt-Arien, Tenöre können auch Bass-Arien mitsingen und umgekehrt. (Männer sollen allerdings keine Frauen-Arien und Frauen keine Männer-Arien mitsingen.)
  6. Der Evangelistenpart und sämtliche Rezitative werden alleine von den Solisten vorgetragen – und werden also vom Chor nicht mitgesungen.
  7. Wir bitten alle Mitwirkenden, dem Dirigenten und seinen Anweisungen zu folgen.
  8. Diese Veranstaltung soll allen TeilnehmerInnen Beteiligung an der Aufführung des Weihnachtsoratoriums ermöglichen. Es ist also kein Konzert im eigentlichen Sinne. Der Dirigent wird sich den Gegebenheiten dieses Events anpassen.
  9. Der Dirigent unterbricht die Aufführung nur, wenn etwas total schief geht und es nötig ist, neue Anweisungen zu geben um das Weihnachtsoratorium gut zu Ende zu bringen. Wir machen eine Aufführung, keine Probe! – Aber: Es ist auch kein Konzert: Jeder soll unabhängig von seinen sängerischen Fähigkeiten die Möglichkeit haben, dabei zu sein. Alle werden sich den Gegebenheiten dieser gemeinsamen Sache anpassen und ihr Bestes dazu beisteuern.
  10. Handys werden erst nach dem Ende des Singalong wieder eingeschaltet.

Quelle: Frankfurter Sing Along

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